|
|
FAQs
Auf dieser Seite haben wir für Sie die häufigsten Fragen unserer Kunden und Studieninteressenten übersichtlich zusammengestellt. Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns Ihre Fragen, Wünsche oder Anregungen per e-mail: equinus@t-online.de oder rufen Sie uns an unter: 0170 / 477 477 4.
Welche Techniken werden bei equinus® gelehrt und angewandt?
equinus® bildet seine Absolventen auf dem Gebiet der manuellen Therapie, der Gerätetherapie und der aktiven Gymnastik aus. Zu den manuellen Therapien gehören Massage, Lymphdrainage, Akupressur, Muskeldehnungen, Wirbelsäulengymnastik, aktive und passive Mobilisation. Alle diese Techniken werden ausschließlich mit den Händen im sanften bis mittelstarken Druckbereich angewandt. Nur ein guter Therapeut ist in der Lage alle manuellen Therapien ausschließlich mit seinen geübten Händen anzuwenden, ohne jegliche Gewalteinwirkung oder Hilfsinstrumentarien.
Wird bei equinus® auch Chiropraktik, Akupunktur und Zahnbehandlung gelehrt?
Nein, das gehört in den Aufgabenbereich des Veterinärmediziners, da es sich um Behandlungen handelt, die zum Teil mit Lokalanästhetika ausgeführt werden müssen, bzw. invasiv sind. Gute Therapeuten wenden Therapien ausschließlich äußerlich an, verwenden keine Arzneimittel und ergänzen die Arbeit des Tierarztes durch einen gemeinsam abgestimmten Therapieplan. Nach der angewandten Chiropraktik, der Akupunktur oder der Zahnbehandlung durch den Tierarzt, wird daher oft der Therapeut die weitere Behandlung zur Wiederherstellung des Bewegungsapparates während der Rehabilitationsphase übernehmen.
Welche Gerätetherapien sind sinnvoll?
Alle Teilnehmer der equinus® - Ausbildung lernen die richtige Handhabung von Softlasergeräten, Magnetfeldgeräten, Reizstromgeräten und Rhythmus-Schwingungsgeräten. equinus® -Therapeuten kennen die Indikationen und Gegenindikationen, die Wirkungsweisen der einzelnen Geräte und welche Einstellungen für den einzelnen Problemfall notwendig sind. Nur durch fachgerechte Anwendung der Therapiegeräte kann die Heilung gefördert werden und dadurch der Behandlungszeitraum oft verkürzt werden. Therapiegeräte sind niemals ein Ersatz für die manuelle Therapie - sie unterstützen die Arbeit des Therapeuten und ergänzen die angewendeten Therapien auf wertvolle Weise.
Wer kann an der equinus® - Ausbildung teilnehmen?
Als Voraussetzung für die Teilnahme an der equinus® - Ausbildung wird eine Erfahrung im Umgang mit Pferden von ca. 5 Jahren vorausgesetzt. Für das Wahlfach „Therapieberitt“ ist das reiterliche Niveau der A-Dressur zu erfüllen. Für Pferdemenschen, die aus der Fahrerszene kommen wird reiterliches Können nicht vorausgesetzt. Jene Personengruppe wird dann ausschließlich in der Bodengymnastik (Longe, Cavalettilonge, Doppellonge, etc.) ausgebildet. Veterinärmedizinische Vorkenntnisse sind ebenfalls nicht Voraussetzung, da unser kompetentes Dozententeam alle dafür notwendigen Kenntnisse im Rahmen des Unterrichts in Theorie und Praxis ausführlich vermittelt. Deshalb können bei equinus® Teilnehmer ohne Einschränkung aus allen Berufsgruppen die Ausbildung absolvieren. Aufgrund des ganzheitlichen Therapieprinzips, wie es bei equinus® umgesetzt wird, ist es für einen Therapeuten wichtig fachübergreifend zu arbeiten und somit auch selbst die aktive Gymnastik mit dem Pferd durchführen zu können.
Gibt es eine staatliche Anerkennung für dieses Berufsbild?
Nein, in Deutschland ist dieses Berufsbild bis heute weder staatlich anerkannt, noch ist die Ausbildung oder Ausübung dieser Tätigkeit in irgendeiner Form gesetzlich geregelt. Jeder darf die Tätigkeit der Pferdephysiotherapie ausüben, dazu muss zur Zeit lediglich ein Gewerbe angemeldet werden. So lange keine gesetzlichen Auflagen bezüglich der Ausbildung bzw. der Ausübung der Tätigkeit bestehen, gibt es neben zahlreichen seriös arbeitenden Therapeuten leider auch immer wieder „schwarze Schafe“ in dieser Branche. Seriöse Therapeuten arbeiten mit Tierärzten zusammen, können Referenzen aufweisen und werden von zufriedenen Pferdebesitzern gerne weiterempfohlen.
Die Ausbildung bei equinus® ist vom Berufsverband (DGT e.V.) zertifiziert. Die Prüfungskommission des Berufsverbands nimmt bei equinus® die Abschlussprüfung ab. Alle Absolventen erhalten nicht nur das equinus® - Diplom nach bestandener Prüfung, sondern auch das Zertifikat für Pferdephysiotherapie des Berufsverbandes. Die equinus® - Abschlussprüfung wird als Aufnahmeprüfung in den Berufsverband gleichermaßen anerkannt. equinus® - Absolventen müssen daher keine zusätzliche Prüfung vor dem Berufsverband ablegen, um zertifiziertes Mitglied werden zu können.
Informationen zum Berufsverband finden Sie unter www.dgt-ev.de
Darf die Bezeichnung „Pferdephysiotherapie“ nur von Human-Physiotherapeuten verwendet werden?
Lt. Auskunft des 1. Verein für Tierphysiotherapie e.V. (1.VFTP e.V.) in Kirchlengern ist der Begriff „Tierphysiotherapie“, „Pferdephysiotherapie“ oder „Hundephysiotherapie“ rechtlich nicht geschützt und darf somit auch von NICHT-Humanphysiotherapeuten verwendet werden. Nähere Auskünfte dazu erteilt der 1. VFTP e.V. in Kirchlengern unter der Telefonnummer 05223 / 18 02 18 oder unter www.tierphysiotherapie.de
Mit wem arbeiten equinus® -Therapeuten zusammen?
In der Therapiepraxis ist die Zusammenarbeit zwischen Tierarzt, Hufschmied, Sattler und Therapeut eine wichtige Grundlage für die Erstellung eines soliden Therapieplans. Bei equinus® wird nach dem ganzheitlichen Prinzip der Ursachenbeseitigung gearbeitet, das die orthopädische Korrektur einer Fehlstellung, die Korrektur und Anpassung der Ausrüstung an die individuelle Körperform des Pferdes und die Diagnose mit Akutversorgung durch den Tierarzt in vielen Fällen unumgänglich macht. Jeder gute Therapeut wird daher niemals die Zusammenarbeit mit Tierärzten, Hufschmieden oder Sattlern ablehnen. Nur wenn die Ursachen beseitigt werden, welche zu Bewegungsproblemen beim Pferd geführt haben, wird die Therapie einen lange anhaltenden Erfolg haben. Werden hingegen nur die Symptome beseitigt, wird durch die weiterhin vorhandenen Störfaktoren das Problem nur vorübergehend gelindert und somit nach kurzer Zeit wieder neu aufflammen. Ein langfristig positives Therapieergebnis ist durch reine Symptombeseitigung somit nicht möglich.
n der Ausbildung werden alle equinus® - Teilnehmer ausschließlich von Spezialisten unterrichtet. Dazu gehören u.a. Tierärzte, Human-Physiotherapeuten, FN-Trainer, IHK-Dozenten, staatlich geprüfte Hufschmiede und Sattlermeister. Am Ende der equinus® - Ausbildung ist eine dreiteilige Prüfung in schriftlicher, mündlicher und praktischer Form zu absolvieren.
Wie lange dauert eine Therapie?
Dies hängt von der jeweiligen Indikation ab. Manche Probleme lassen sich bereits mit wenigen Therapiebehandlungen beseitigen, schwere Probleme können sich über mehrere Wochen mit regelmäßigen Behandlungen hinziehen. Grundsätzlich kann in den seltensten Fällen ein Problem mit nur 1 Behandlung beseitigt werden, dies ist nicht nur im Humanbereich der Fall, sondern trifft genau so in der Tierphysiotherapie zu.
Nach einer equinus® - Behandlung muss sich der Pferdehalter immer noch etwas Zeit im Anschluss einplanen, denn das Pferd sollte danach aktiv von ihm, seinem Trainer oder vom Therapeuten bewegt werden. Dabei überprüft der equinus® - Therapeut wie sich die Beweglichkeit des Pferdes nach der jeweiligen Behandlung gebessert hat.
Pferde, denen vor Beginn einer Therapiebehandlung vom Tierarzt Boxenruhe verordnet wurde, erhalten grundsätzlich eine mit dem behandelnden Tierarzt abgestimmte equinus® -Therapie. Diese Pferde werden erst nach einer Kontrolluntersuchung durch den Tierarzt und dessen Freigabegenehmigung in die aktive Gymnastik genommen.
Woran erkennt der Pferdebesitzer, dass sein Pferd Probleme im Rücken bzw. im Bewegungsapparat hat?
Typische Anzeichen für Rücken- und Bewegungsprobleme sind manchmal identisch mit den Gestiken und Verhaltensmustern eines undisziplinierten Pferdes. Deshalb werden die Anzeichen gerne als Faulheit bzw. mangelhafte Erziehung abgetan oder als „typische“ Eigenheit hingenommen. Grundsätzlich sollten folgende Anzeichen immer hinterfragt werden:
• buckeln, steigen oder verwerfen im Nacken
• durchgehen, lässt sich nicht verhalten reiten
• stolpert oft, läuft kurztrittig oder taktunrein
• weicht beim Satteln oder Putzen zurück
• knirscht mit den Zähnen, streckt die Zunge heraus
• kann das Bein zum Auskratzen der Hufe nicht oder nur schwer anheben
• verliert das Gleichgewicht, wenn ein Bein aufgehoben wird
Sollten Sie eines oder gar mehrere Anzeichen an Ihrem Pferd entdeckt haben, wenden Sie sich bitten an Ihren Therapeuten oder Tierarzt. Ein Pferde-Check, z.B. von equinus®, kostet nicht viel und kann rechtzeitig langwierige Muskel- oder Bewegungsschäden erkennen und verhindern.
|